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Zur Orientierung © Liz Collet
Zur Orientierung © Liz Collet

Wie in aller Welt kommt eine Anwältin und Juristin dazu, Foodfotos für Unternehmen, Verlage und andere Kunden zu shooten?

Gute Frage, höre ich oft.

Oder dazu, die darin zu sehenden Rezepte und Gerichte selbst zu creieren und zuzubereiten?

Höre ich noch öfter.

Das ist eine der Geschichten, die das Leben schreibt und das ist bekanntlich bunt. Bunt ist auch, was eine kleine Foodfotografin dann mit solchen Bildern und rund um solche Arbeiten erleben kann. Und darüber wird noch zu plaudern und zu erzählen sein. An anderer Stelle. Auch darüber, dass und warum – rückblickend und auch entlang des Lebensweges – so manche scheinbare Kurven und Seitenwege und Nebenpfade in Wahrheit eine rote Linie, ein roter Faden sind. Wege, bei denen sich Puzzlestücke zu Puzzlestücken fügen und ein buntes und eigenes Muster weben. Und sich ganz und gar logisch aneinanderreihten und irgendwie zusammenfügten. Auch rückblickend.

 Mit Arbeit neben der Schule finanzierte ich mir manche Kurse und sparte für Studium und finanzierte mir selbiges damit. Ich verdiente mir mein tägliches Brot buchstäblich beim Backen und beim Verkauf von Backwaren. Liebte diese Arbeit nicht nur weil sie mich ernährte und mir das zu lernen ermöglichte, was ich studieren wollte. Sondern weil es mir Freude machte – ich lernte dort nicht weniger als hinter Büchern. Dass ich über die Arbeit als Juristin und Anwältin später irgendwann bei der Fotografie, über diese wieder bei Backwaren, Gebäck und über diese und andere Lebensmittel wieder in vielfacher Hinsicht beim Bäckerhandwerk landen und – nun auf andere Weise damit arbeiten und von den Jahren als Schülerin und Studentin profitieren würde, hätte ich  damals nicht mal geahnt.

Aber nichts im Leben, das man lernt, ist ohne Sinn. Heisst es. Und für mich würde ich das uneingeschränkt unterzeichnen.

Double Features sui generis © Liz Collet
Double Features sui generis © Liz Collet

Es hat – soviel ist beim Blick auf eine inzwischen rund 10-jährige Bilanz der Fotografie für Agenturen und Kunden zu konstatieren – eine eigene heitere Ironie, wie dieser berufsfremde Schlenker in die kulinarische und fotografische Tätigkeit peu à peu dann wieder einen Kreis zur juristischen Arbeit schliesst.

Schon deswegen, weil manchen die Gerichte und die Fotos so gut schmecken, dass sie sich nicht nur des ganz und gar nicht harmlosen Mundraubes, sprich urheberrechtswidriger Verwendung des Bildmaterials nicht genieren. Sondern ungeniert an fremder Arbeit Früchte bedienen. Und Gerichte, Rezepte und Fotos anderen als eigene  Werke auftischen.

Damit das nicht den Appetit und Genuss an Food, Fotografie und Freude daran verdirbt, bedarf es einer guten Dosis Humor als Zutat – und einigen Fachwissens, unterschiedlicher Branchen.

Der Mensch lernt stets hinzu. Jedenfalls nie aus.

Und ganz ehrlich? Das gehört zu dem Teil meines Naturells, solange ich zurückdenken kann: Die Liebe und die Lust, nie aufzuhören, mehr wissen, mehr lernen, mehr kennenlernen zu wollen, sich nicht bequem zurückzulehnen und je genug davon zu haben, Neues zu lernen, wozu man Gelegenheit, Chance und Angebot bekommt, ebenso wie das, was man aus sich selbst heraus lernen möchte.

Und bei der Arbeit kommt der Appetit auf mehr von dem, was man beim Lernen kennen und können lernt. Und schwubbs – kriegen Schmankerlblogs Ableger für Pasta  und Suppen, beispielsweise. Oder Ableger für Kräuter, Wildkräuter und Gewürze, erst recht, wenn ein Ortswechsel aus der Isarmetropole in das Blaue Land so manche wunderbare Zutaten schier vor der Haustüre auf den Teller wachsen lässt.

Vor der Haustüre, vor der es zudem ohnehin so vieles Schönes zu sehen, zu erleben, erkunden und zu erzählen gibt, was man eigentlich gar niemandem verraten sollte, wenn es ein so schönes kleines Paradies bleiben soll, das man schon einige Jahre vorher in den Urlaubswochen winters wie sommers zwischen der Kanzlei- und Kongressarbeit kennenlernte. Bevor man die Türen von Burg und Kanzlei in der Isarmetropole tauschte gegen eine neue Türe und die „kleine Lindenburg“ in der Metropole des Blauen Landes am Lago Stafnensis, dem Staffelsee.

Türen schliessen sich, Türen öffnen sich.

Man schliesst Türen und öffnet neue.

Seien Sie herzlich willkommen, beim Öffnen der Türen zu meinen Blogs. Und den Themen und Geschichten darin.

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